JOY - Öffne dein Herz für die Freude

JOY – öffne dein Herz für die Freude. Das war die Idee, die Anfang des Sommers für das Weihnachtsprojekt entstand. Freude, das ist es doch, was die Welt braucht. Mitten im Alltag, mitten im Leben.
Oder ist es das, was ich gerade am meisten brauche?
Denn ich stelle fest, dass sich die Freude im Alltag sehr leicht und schnell verdrängen lässt.

Gerade sprudelt mein Herz noch voller Freude über, und im nächsten Moment wird diese Freude von Sorge, Angst, Wut oder Enttäuschung verdrängt, und ein Gefühl der Schwere macht sich breit.
Natürlich ist es nicht möglich, dauerhaft fröhlich und lachend durch den Tag zu hüpfen. Das Leben hat viele Facetten und will mit all seinen Höhen und Tiefen gelebt werden.
Dennoch habe ich diesen großen Wunsch in mir, mehr Freude und Leichtigkeit zu erleben. Ich möchte mein Herz für die Freude öffnen – an guten und an weniger guten Tagen.

Ich kenne einige Sätze, denen man im Alltag begegnet, wenn die Freude gerade wieder abhandenzukommen scheint.

Freu dich doch! Denk positiv! Das wird schon wieder.

Kommt dir das bekannt vor? Wohl gemeinte Sätze, die aber doch recht wenig Kraft haben.

 Ich kenne die Freude, deren Ursprung an Weihnachten liegt – die Geschichte, die jedes Jahr zu Weihnachten gelesen, gesungen und im Krippenspiel vorgetragen wird.

„Siehe, ich verkündige euch große Freude, Freude, die die ganze Welt erreichen soll, denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (nach Lukas 2, die Bibel)

Engel riefen damals Freude über die Erde aus; sie kündigten einen Retter, den Befreier, Friedefürsten und Heiler an.

Wie kann sich diese Freude in meinem Herzen einen sicheren Platz verschaffen – über Weihnachten hinaus, über die Probleme des Alltags hinaus? Freude, die in Angst, Sorgen, Krankheit oder Verlust dennoch Platz hat? Diese Gedanken beschäftigen mich immer wieder, während das Weihnachtsprojekt weiter Form annimmt und wir die schönen Weihnachtskugeln von Hand gestalten und die einzelnen Lichttüten nähen.

Und ich stelle fest, dass ich genau in diesem Punkt täglich herausgefordert werde. Der Alltag ist gerade anstrengend, mit vielen ungeklärten Fragen, Sorgen und Ängsten. Meine Tochter, die gesundheitlich sehr herausgefordert ist. Mein Papa, der schon lange pflegebedürftig ist und schließlich heimgeht. Das Projekt wird von einer Trauerphase unterbrochen, weil ein geliebter Mensch gegangen ist.

„Öffne dein Herz für die Freude“ – das war doch die Botschaft hinter dem angefangenen Projekt. Und ich merke, wie es mich gerade in solchen Zeiten herausfordert. Ich halte mich nicht krampfhaft an der Freude fest; ich lasse los, darf das Leben in seiner Tiefe und den Schmerz fühlen, aber ich muss nicht dort stehen bleiben.

„Die Freude am Herrn ist meine Stärke.“ (nach Nehemia 8, die Bibel)
Ich freue mich über diesen Satz, denn Kraft und Stärke sind es, was ich gerade so dringend brauche. Aus der Freude kommt die Stärke.

 Die Freude von Weihnachten, die Freude darüber, dass der Glaube trägt, dass die Zusage von Weihnachten real ist: Ich bin geliebt, getröstet, gehalten.

Teil der Idee für das Weihnachtsprojekt war das Lied „Joy to the World“ – freue dich, Welt. Ein Lied, das die Produkte begleiten soll und die Freude spürbar werden lässt. 
Es ist ein sonniger, warmer Tag im November, als wir den Song aufnehmen. Mit meiner kleinen, süßen Enkeltochter lasse ich mich auf dem weichen Teppichboden im Wohnzimmer meines Sohnes nieder. Die Sonne scheint so hell und warm durch das große Fenster. Liebevoll streichelt die Kleine mir mit ihren weichen Händchen übers Gesicht und brabbelt vergnügt in ihrer Babysprache vor sich hin, während nebenan im Studio ihre Mama, Tante und ihr Onkel den Song einsingen.

Ich sitze da und merke, dass dieses Lied gerade in mein Herz gesungen wird. Freue dich! Öffne dein Herz für die Freude! Lass allen Schmerz und die Trauer ein Stück zur Seite rücken.
Ein himmlischer Moment: die wärmenden Sonnenstrahlen, die Musikklänge, die weichen Händchen meiner Enkeltochter. Ich flüstere ihr ins Ohr:
„Weißt du eigentlich, wie schön du bist? Weißt du, wie lieb ich dich habe und wie wertvoll du bist?“
Sie strahlt mich an, sie strampelt und gluckst vergnügt, als würde sie es verstehen. Was für eine Zufriedenheit und Freude strahlt dieses kleine, wundervolle Mädchen aus. In ihrem Herzen hat pure Freude Platz; sie fühlt sich sicher und geborgen. 

Die Sätze, die ich gerade meiner kleinen Enkelin zugeflüstert habe, sprechen auch zu mir. Unbewusst öffnet sich mein Herz, Freude zieht ein. Eine tiefe Dankbarkeit macht sich breit. Dankbarkeit für diesen Moment, für Zeiten, die jetzt nur noch in Erinnerungen zu finden sind, für Glauben, für Hoffnung, für so viel, was ich bin und habe.

Zuhause krame ich die Weihnachtsdeko heraus, eine ganze Sammlung an vielen schönen Dingen. Ich hänge die Lichterketten auf, doch wenn ich sie nicht in die Steckdose stecke oder nicht mit geladenen Batterien bestücke, wird keine davon leuchten. Das schön dekorierte Haus bleibt am Abend dunkel. 
Was für ein schönes Bild! Wenn ich mit der Kraftquelle verbunden bin, habe ich Kraft zu leuchten – über die dunklen Zeiten hinaus. 
Wie die Lichterkette zu Weihnachten eine Stromquelle braucht, so brauche ich eine Kraftquelle, an der ich Freude finde, die mir Stärke verleiht und mich zum Strahlen bringt. Mitten in meinem Alltag möchte ich mein Herz für die Freude öffnen. Freude, die an Weihnachten in die Welt gekommen ist und die unabhängig von Umständen ist.

Sei gesegnet
Maria


link zum Song JOY to the world
https://youtube.com/@befluegelt.shopundblog?si=LdNryqT2mLX3lXei

29.11.25