Ein Licht für dich

16.11.2022

 

Der Herbst klopft an. Die Tage werden kürzer, die Sonne steht tiefer und ich freue mich über jeden Sonnenstrahl, der sich am bewölkten Himmel durchsetzt. Ich genieße die Zeit in der Sonne und möchte es gerne festhalten und konservieren: die Wärme, die Sonne, die Zeit. Etwas melancholisch werde ich bei dem Gedanken, den Sommer gehen zu lassen. Die langen warmen Abende, das Grillen und Feiern mit Freunden und der Familie.

 
Ich reise in meinen Gedanken durch den Sommer und die Erinnerung zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Es war ein so unfassbar schöner Sommer, mit so vielen großartigen Ereignissen und Emotionen.
Doch die frische Brise in meinem Gesicht, die reine und bekömmliche Herbstluft, bringt mich in die Gegenwart zurück und lädt mich zum tiefen Durchatmen ein.
Ich schaue mich um und entdecke die kunstvolle Natur des Herbstes mit so bunten, prächtigen Farben. Die wunderschönen Blätter, die der Wind sanft von den Bäumen weht. Die letzten roten, saftigen Äpfel am kleinen Apfelbaum.
Der Bauer, der mit seinem Trecker über die große Wiese direkt neben unserem Haus fährt, um das das letzte Graß für seine Tiere abzumähen. Ein wundervoller Duft.
Ich nehme wahr.
Ich sehe, ich rieche, ich spüre.
Langsam sinkt die Sonne immer tiefer, es wird kühler. Wie gut ist es, jetzt in ein warmes Zuhause gehen zu können, wo das erste Holz im Kamin brennt. Es knistert und verbreitet eine gemütliche Wärme, eine Atmosphäre der Geborgenheit.
Wie schön.
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22)

Alles hat seine Zeit.
Der Sommer und der Herbst, der Winter und der Frühling.
Jetzt kommen die langen Abende, die zur Muße und Kreativität einladen.
Ich mache es mir gemütlich und zünde ein paar Kerzen an. Ich liebe Kerzen und ihr Licht. So wie ich die Sonne mit ihren warmen Strahlen liebe.
„Ich bin das Licht für die Welt“ geht es mir durch den Kopf.
„Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern hat das Licht, das ihn zum Leben führt.“ (Johannes 8,12).
Was für ein guter und heller Gedanke. In meinem Herzen breitet sich Wärme aus. Ja, ich habe diese wunderbaren Sonnenstrahlen eingepackt und konserviert.
Denn ich kenne den, der das Licht ist. Dieses Licht, das mich zum Leben führt, darf ich in meinem Herzen tragen. Was für ein Privileg!
Ich kann dieses Licht überall hin mitnehmen. Es darf aus mir strahlen. Ich kann Wärme und Geborgenheit empfinden und sie verbreiten, besonders in der kalten Jahreszeit.
Auch in Lebenszeiten, die sich kalt und dunkel anfühlen, kann das Herzenslicht strahlen.

Ich freue mich, wenn du eines meiner Lichter in der Hand hältst. Verziert mit selbst getrockneten Blumen und Gräsern aus dem Sommer kannst du dir ein Licht anzünden oder es an eine andere Person verschenken.
„Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann das.“ (Martin Luther King). 
Sei gesegnet und behütet, 
Maria